Wer sich erstmals eine Gitarre kauft, stellt sich viele Fragen. Wenn man erst einmal weiß, welches Modell man möchte und wie groß die Gitarre sein sollte, dann stellt sich oft die Frage, wo man seine Gitarre kaufen soll.

Neu oder gebraucht kaufen?

Diese Musikerweisheit wird in Gitarrenkreisen oft verwendet: Sobald man mit der Gitarre durch die Tür eines Musikgeschäft geht, ist sie nur mehr die Hälfte wert.

Dazu lässt sich sagen, dass es bei einer älteren Gitarre, die schon fünf, zehn oder 20 Jahre auf dem Buckel hat, auch nicht sehr wahrscheinlich ist, dass das Holz gerade in den nächsten zwölf Monaten reißen könnte oder dass sich der Hals kompett verzieht.

Natürlich muss man aber Abnutzungserscheinungen in Kauf nehmen. Solange die Bespielbarkeit nicht darunter leidet, ist das auch nicht schlimm, den die Gitarre ist ja zum Spielen da und nicht als Deko.

Man sollte beim Kauf einer gebrauchten Gitarre allerdings prüfen, ob die Bünde – die kleinen Metallstäbe, die am Gitarrenhals liegen – noch unversehrt sind. Über die Jahre kann es nämlich dazu führen, dass sie Dellen abbekommen, was wiederum die Intonation beeinträchtigen kann.

Natürlich können diese von einem Fachmann wieder getauscht oder gerichtet werden, wobei man für einen Tausch mit Kosten von 150 bis 200 Euro rechnen muss.

Auch wenn man für eine neues Instument mehr Geld bezahlen muss, hat man dann aber eine neue Gitarre mit Garantie-Schein.

Online oder im Musikgeschäft vor Ort?

Auch diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Wer im Internet kauft, hat dort eine sehr große Auswahl und kann die Gitarre innerhalb von mindestens 14 Tagen zurückgeben, wenn sie nicht gefällt.

Der örtliche Händler hat meistens ein geringeres Sortiment als Onlineshops und ist meist auch etwas teurer. Allerdings ist der lokale Musikhändler auch immer einen Ansprechpartner, der bei kleinen Reparaturen helfen kann oder manchmal macht er auch kostenlos kleinere Services.