Am 31. Juli wurden wieder Musikinstrumente gefeiert. Doch keine Geige, kein Klavier oder Cello standen an dem Tag im Zentrum des Interesses. Der „Uncommon Musical Instrument Day“, der Tag der ungewöhnlichen Musikinstrumente also, feiert Klangerzeuger der etwas anderen Art. Wie anders Musik abseits von Streichern und Bläsern klingen kann, das zeigen auch die sonderbaren Instrumente, die wir im Folgenden vorstellen.

Das Riesencello

In die Kategorie Musikinstrument auf Abwegen passt sicher auch der Oktabass. Der Klangerzeuger sieht aus wie ein Cello, ist allerdings eine Nummer grösser als sein klassischer Verwandter. Der etwa dreieinhalb Meter hohe Oktabass kann Musik spielen, deren tiefster Ton bei 16 Hertz liegt. Entwickelt wurde das Instrument 1850 von Jean-Baptiste Villaume mit dem Ziel, die Musik eines Orchesters um ein tiefes Brummen zu ergänzen.

Die etwas andere Drehorgel

Der schwedische Musiker Martin Molin wurde mit der sogenannten Marble Machine weltbekannt. Dabei handelt es sich um eine Art Drehorgel mit eingebauten Schlagzeug, Bass und Murmelantrieb. Molin entwickelt den aus rund 3.000 Teilen bestehenden Klangerzeuger kontinuierlich weiter und geht damit seit geraumer Zeit auf Tour.

Mini-Keybord im Rock-Olymp

Im Jahr 1967 erfand der französische Tüftler Brian Jarvis ein Musikinstrument mit dem Namen Stylophon. Das Spielprinzip des Mini-Keyboards ist einfach: Mit einem kleinen Stift wird auf der Klaviatur eine Taste gedrückt. Auf diese Weise wird ein Stromkreis geschlossen, was wiederum einen Ton auslöst. Das Stylophon wurde zwei Jahre nach Erfindung von keinem geringeren als David Bowie verewigt, der es in seinem Klassiker „Space Oddity“ zum Erklingen brachte.

Instrument für unheimlichen Klänge

Auch dieses Instrument hat längst Einzug in die Pop-Geschichte gehalten. Als der russische Physiker Leon Theremin das nach ihm benannte Instrument 1920 erfand, ahnte er nicht, dass das Theremin bald in zahllosen Science-Fiction- und Horrorfilmen Anwendung finden würde. Kein Wunder, denn das Instrument sorgt für einen pfeifenden Klang, dem etwas Jenseitiges anhaftet. Auch die Bedienung des Geräts scheint nicht von dieser Welt: Die Tonhöhe wird durch den Abstand der Hand zu einer Antenne bestimmt.