Wenn man sich zum ersten Mal mit einem so faszinierenden Instrument wie der Harfe auseinandersetzt, wird man schnell feststellen, dass es nicht die eine Harfe gibt, sondern eine Vielzahl an unterschiedlichen Harfentypen. Um Ihnen den Überblick etwas einfacher zu gestalten, haben wir für Sie jene Harfentypen aufgelistet, die in Europa am gebräuchlichsten sind.

Die Hakenharfe

Die Hakenharfe wird auch als “irische Harfe” oder als “keltische Harfe” bezeichnet. Sie ist zwischen 120 und 170 Zentimeter hoch und hat zwischen 30 und 38 Saiten. Diese Harfe wird im Sitzen gespielt und steht dabei auf dem Boden oder auf einem kleinen Tisch.

Pro Oktave verfügt diese Harfe über Saiten, so wie beispielsweise die weißen Tasten auf einem Klavier wird dadurch eine Tonleiter abgebildet. Damit man auch andere Tonarten spielen kann, kann bei einer Hakenharfe jede einzelne Saite verkürzt werden, indem ein entsprechender Halbtonhaken umgelegt wird, deswegen auch der Name Hakenharfe, damit wird der Klang der Saite um einen halben Ton erhöht.

Die Einfachpedalharfe

Im 18. Jahrhundert entdeckte man, dass man die Verkürzung der Saiten auch über Pedale erreichen kann. Dazu gibt es sieben Pedale. Wird beispielsweise das C-Pedal getreten, werden alle C-Töne um einen Halbton erhöht. Der Vorteil ist, dass man somit die Finger frei zum Spielen hat und während des Spiels die Tonart wechseln kann. Eine besondere Form der Einfachpedalharfe ist die sogenannte Tiroler Volksharfe, die vor allem in Österreich und in Süddeutschland in der Volksmusik eingesetzt wird.

Die Doppelpedalharfe

Diese großen Harfen mit bis zu 47 Saiten kennt man vor allem aus klassischen Konzerten und aus dem Orchestergraben. Sie wird daher auch Konzertharfe oder klassische Harfe genannt. Diese Harfe verfügt ebenfalls über sieben Pedale, die außer der Grundstellung in zwei unterschiedliche Positionen gestellt werden können, daher der Name Doppelpedal. Durch diese Einstellungen können die einzelnen Saiten sowohl um einen Halbton erhöht oder vertieft werden.